Uganda 2016 / 2017

31.12.2016 Fahrt nach Kasese und Silvester-Dinner

 

Nach einer Fahrt von 600 KM kamen wir am späten Nachmittag im Margherita Hotel in Kasese an. In der Stadt war noch eine recht hohe Militärpräsenz, da vor gut einem Monat der König vom Ruwenzori den Aufstand geprobt hatte und es dabei viele Tote gab. Im Hotel konnten wir erst mal ein kühles Bier trinken und dabei feststellen, mit wem man denn so die kommenden Tage verbringen wird. Irgendwann war es dann auch schon wieder Abend und wir konnten bei einem gemütlichen Essen und verschiedensten Varianten von Alkohol das Jahr beenden.

01.01.2017 Aufstieg zur Nyabitaba Hut 2.650 M

 

Am nächsten Morgen ging es dann in einer 30 MIN Fahrt zur RMS Station. Dort war man allerdings noch nicht so richtig wach, aber irgendwie ging es trotzdem voran. Ein Briefing und das obligatorische Gepäck wiegen waren schnell erledigt. Ich brauchte noch Steigeisen, Gummistiefel, Klettergurt und Pickel, da mein Gepäck in Johannesburg stecken geblieben war. Das war nach einigem probieren auch bald gefunden. Als wir dann schon fast losgingen, fragte einer von uns zum Glück noch nach den Seilen für den Gletscher. Wäre diese Frage ausgeblieben, hätten wir 4 Tage später ohne Seile dagestanden. Danke Martin! Dann ging es aber doch los und ein entspannter Weg bis zum Eingang des Nationalparkes diente uns zur Einstimmung. Am Eingang selber musste man sich noch in ein Buch eintragen und weiter ging es. Nun begann das eigentliche Abenteuer und mit jedem Schritt entfernten wir uns ein wenig mehr von der Zivilisation.

02.01.2017 Aufstieg zur John Matte Hut 3.480 M

 

Nach unserer ersten Hüttennacht ging es in etwas steilerem Gelände weiter und auch die Vegetation wurde immer interessanter. und konnten zwischendurch schon einen Blick auf den Mt. Margherita werfen. Der Weg war gut zu gehen und wir kamen relativ bald an unserem Tagesziel an. Eine schöne Hütte mit tollem Essen und kein Regen waren unser Lohn. 

03.01.2017 Aufstieg zur Bujuku Hut 3.970 M (Mr. Omani)

 

An diesem Tag ging es durch verschiedene Moore, die aber zum größten Teil mit Holzstegen versehen waren. Es kamen die ersten Riesenlobelien in Sicht und es regnete das erste und einzige mal auf unserer Tour. Es gab natürlich auch noch ausreichende unbefestigte Moorpassagen, die man  durch springen von Grasbüchel zu Grasbüchel und von Stamm zu Stamm überwinden musste. Da wir da auch schon recht hoch waren, kann das schon recht anstrengend werden! Aber dann war unsere Hütte auch schon erreicht und wir konnten den richtigen Regen und Schneefall unter einem sicheren Dach verbringen. Andere Gruppen, die vom Gipfel kamen hatten leider weniger Glück und mussten völlig durchnässt im Camp übernachten.

04.01.2017 Aufstieg zur Elena Hut 4.540 M

 

Heute ging es bei Sonnenschein zur Elena Hütte. Der Weg war steil aber wunderschön. Wir wurden technisch und konditionell gut gefordert, aber immer wieder mit fantastischen Ausblicken belohnt. An diesem Tag sind wir wirklich im Ruwenzori angekommen. Die Elena Hütte ist ausreichend groß und wir konnten trotz der Höhe gut schlafen. Unsere Träger sind nach getaner Arbeit wieder zur Bujuku Hut abgestiegen, da es ihnen hier doch schon zu kalt war. Wir machten am Abend noch einen Materialcheck, es wurde das anlegen der Steigeisen bei jedem Einzelnen begutachtet und als Startzeit für den Gipfel wurde 5:30 Uhr festgelegt. Es gab ausreichend Abendbrot und schwarzen Tee, wir packten unser Sturmgepäck und gingen recht bald schlafen. 

05.01.2017 Gipfeltag! Aufstieg zum Mt. Margherita 5.109 M und Abstieg zur Kitandara Hut 4.027 M

 

Heute ist Gipfeltag! Nach einem kleinen Frühstück ging es mit Stirnlampen über diverse Felsklettereien nach oben. Es war Kletterei im I. bis II. Grad welche durch teilweise vorhandene Fixseile erleichtert wurde. Bei Sonnenaufgang standen wir, perfekt getimt, am Stanley Gletscher und legten die Steigeisen das erste Mal an. Der Gletscher war einfach zu gehen und auch schon bald wieder zu Ende. Steigeisen also wieder ausgezogen und dann ging es leider auch schon wieder gefühlte 150 M über Fels nach unten und auf der anderen Seite einer Rinne wieder nach oben. Nun standen wir vor dem wirklichen Gletscher. Es ging über eine Rampe zu einer steilen Rinne, in der man sich dann doch ordentlich festhalten musste. Diese Anstrengung in dieser Höhe war dann schon nicht ohne. Aber mit vielen Pausen und immer schön langsam wurde auch dieses Stück gemeistert. Danach ging es mit leichter Kletterei an Fels und Fixseilen zum Gipfel. Wir hatten wunderbaren Sonnenschein mit extremen Wind. Es reichte aber trotzdem für Gipfelfotos in allen Varianten. Es war ein super Gefühl, nach all der Planung und Vorbereitung nun bei schönstem Sonnenschein auf diesem Gipfel zu stehen. Nach ca. 30 MIN ging es dann wieder abwärts zum Gletscher, über dessen Steilstück wir aber abgeseilt wurden. Danach den gleichen Weg wieder zurück und auch das, was wir am Morgen im dunkeln gegangen waren, fanden wir jetzt recht beeindruckend. An der Elena Hütte waren unsere Träger inzwischen wieder angekommen und wir stiegen nach einer Stunde Pause weiter Richtung Kitandara Hütte ab. Auf diesem Weg konnte ich dann die gesamte Landschaft noch viel besser warnehmen, da die Anspannung die bis zum Gipfel da war, jetzt verschwunden war. Es war unsere längste Etappe aber durch Adrenalin und die Entspannung nach dem Gipfel, locker zu gehen. 

06.01.2017 Abstieg zur  Guy Yeoman Hut 3.450 M

07.01.2017 Abstieg zur Nyabitaba Hut 2.650 M

08.01.2017 Entspannung am Lake Bunyonyi 1.962 M

 

08.01.2017 Entspannung am Lake Bunyonyi 1.962 MUnerwarteter Luxus in einem wunderschön gelegenen Hotel. Da wir wohl einen Tag zu schnell waren, konnten wir hier super relaxen. Ein kurzfristig organisierter Kanuausflug im Einbaum zu verschiedenen Inseln wurde mit einem knapp verlorenen Wettpaddeln gegen  die einheimische Mannschaft beschlossen.

09.01.2017 Gorilla-Tracking im Bwindi NP

 

Da wir der Gorilla-Familie hinterher rennen mussten, war der Anfang schon recht schweißtreibend. Es ging in einem Höllentempo, auf nicht immer optimalem Untergrund, hoch und runter. Gut, dass auch unsere Guides ab und zu eine Pause brauchten! Wir waren nach ca. 1 Stunde dann aber doch ganz nah dran. 

10.01.2017 Äquatorüberquerung und Abschied

Die Überquerung des Äquators von links nach rechts und von vorne nach hinten und natürlich von oben nach unten. Das gehört einfach dazu! Hier können auch noch jede Menge Andenken gekauft werden.